Fasten
Die Bedeutung des Fastens
Einige Informationen über das FastenFasten hatte ursprünglich eigentlich gar nichts mit Abnehmen oder Gewichtsreduktion zu tun. Aber der Verzicht und die Mäßigung bezüglich Essen und Trinken haben eine lange kulturelle Tradition.
Egal ob Buddha, Mohammed oder Moses: Alle mussten erst eine Phase der Enthaltsamkeit und des Verzichts durchmachen, bevor sie ihre großen Erkenntnisse und Einsichten gewannen. Daher spielt das Fasten in allen großen Religionen eine entscheidende Rolle, insbesondere um geistige Klarheit und Einsicht zu erhalten.
Aber auch in der Medizin hatte Fasten schon früh eine wichtige Bedeutung. Bereits in der Antike und im Mittelalter wird über das so genannte Heilfasten geschrieben. Die Schüler von Hippokrates entwickelten das "Heilfasten" weiter und bezogen sich dabei auf die Ausscheidung "verdorbener Körpersäfte".
Im Laufe der Zeit wurden die verschiedensten Fastenkuren und Fastenmethoden entwickelt. Die wichtigsten Kurmethoden finden Sie im nachfolgenden Überblick zusammengefasst:
Milch-Semmel-Kur nach Dr. F.X. Mayr: Über mehrere Wochen werden getrocknete Semmeln und Milch eingenommen.
Fastenkur nach Johann Schroth: Eine Kur mit Trocken- und Trink-Tagen sowie Fasten- und Esstagen. Eingenommen werden Hafersuppe, Griesbrei mit Pflaumen, Semmeln, Zwieback und Wein.
Saftfasten nach Buchinger: Über relativ kurze Zeit werden ausschließlich Kräuter- und Früchtetees sowie Wasser, etwas Honig, Gemüse- und Obstsäfte oder Gemüsebrühe (Kalorien-Zufuhr pro Tag ca. 300 kcal) zu sich genommen.
Kenntnis der Stoffwechselfunktionen: In Fastenzeiten stellt sich der Organismus
auf die verringerte Nahrungszufuhr ein, die Stoffwechselfunktionen werden an die veränderte Situation angepasst. Dies ist vor allem dann zu beachten, wenn man fasten möchten, aber regelmäßig Medikamente gegen chronische Krankheiten einnehmen muss. In solchen Fällen sollten Sie immer einen Arzt hinzuziehen, da sich in der Fastenzeit die Wirkungen der eingenommenen Medikamente verändern können.
Wenn Sie unter erheblichem Übergewicht, behandlungsbedürftigem so genannten "Alterzucker", Herz-Kreislauferkrankungen oder Störungen der Nierenfunktion sowie des Stoffwechsels leiden, sollten Sie eine Fastenkur grundsätzlich nur in Begleitung Ihres Arztes durchführen.
Sehr wichtig ist es, während der Fastenkur auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit zu achten.
Für einen gesunden Stoffwechsel ist ein ausgeglichener Säure-Base-Haushalt von grundsätzlicher Bedeutung. Durch unsere heutigen Nahrungs- und Lebensgewohnheiten neigt der Körper dazu, zuviel Säure zu bilden. Ein Teil dieser Säure kann durch das Puffersystem des Blutes und durch Einlagerung der Säure in das Bindegewebe (Übersäuerung) ausgeglichen werden. Während einer Fastenkur ist es besonders wichtig, für einen Ausgleich im Säure-Base-Haushalt zu sorgen.
Einem Säureüberschuss wirkt insbesondere die Einnahme der während der Fastenkuren häufig empfohlenen Gemüsebrühen entgegen. Das darin vorhandene Kalium bindet die Säuren und sorgt dafür, dass sie über die Nieren aus dem Körper ausgeschieden werden.
Wenn Sie mehr über das Fasten erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch "Fasten nach der Klosterheilkunde" von Pater Kilian Saum et al., das Sie bei "natürlich gesund" in der nebenstehenden Rubrik unter Ratgeber/Bücher finden. Sein Fastenprogramm richtet sich nach den "vier Temperamenten" ("Welcher Fastentyp sind Sie?") - denn, so Pater Kilian, jeder Mensch reagiert anders. Dementsprechend werden nach Pater Kilian die Zutaten der Fastentee-Mischungen nach den verschiendenen Temperamenten-Typen unterschiedlich zusammengestellt und damit individuell abgestimmt. Kennen Sie die für Sie passende Fastenkur?
